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Was fressen Eichhörnchen im Winter?

 

Eichhörnchen halten nur Winterruhe und haben deshalb auch in der kalten Jahreszeit alle zwei Tage Hunger und Durst. Dann suchen sie nach den Nahrungsvorräten, die sie im Herbst so akribisch gesammelt und eingebuddelt haben. An ca. 1000 verschiedenen Stellen liegen dann ca. 3.000 - 10.000 Nüsse vergraben. Sollten sie welche finden, mögen sie aber auch Tannen- und Kieferzapfen, Pilze oder Obst und Rosinen, wenn man sie ihnen anbietet.

 

Eichhörnchen sind zwar Allesfresser, aber sie sind hauptsächlich Vegetarier. Finden sie im Winter aus verschiedenen Gründen kein ausreichendes Futter, bedienen sie sich auch gern an Vogelfutterhäusern, aber normalerweise ist nicht nötig, denn Eichhörnchen sorgen für den Winter vor. Doch manchmal funktioniert das nicht, wie geplant:

Vier Gründe, warum Eichhörnchen ihre Vorräte nicht nutzen können:

  1. Keine Chance durch Bodenfrost: In sehr kalten Gegenden und bei starkem Bodenfrost hat das Eichhörnchen keine Möglichkeiten, seine Vorräte aus dem Boden auszubuddeln. Es muss aber fressen und deshalb ist es sinnvoll, ihnen hochwertiges Futter im Winter anzubieten. Sie werden dankbar sein und überleben.
  2. Gemeiner Mundraub: Nicht nur Eichhörnchen sind im Winter auf der Suche nach hochkalorischer Nahrung wie Nüsse, auch Marder oder Vögel freuen sich darüber. Schlichte Klaubereien sind auch in der Tierwelt an der Tagesordnung und so kommt es vor, dass die mühsam angelegten Vorräte einfach geplündert werden.
  3. Dicker Schneedecke: Bleibt der Schnee zu lange liegen und ist die Schneeschicht für das Eichhörnchen zu dick, kommt es nicht an die versteckte Nahrung und muss sich auf die Suche nach Alternativen machen. Befindet sich im Garten eine freundliche Nahrungsquelle oder ein Eichhörnchen Futterhaus steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es den Winter überlebt und am Beginn des Jahres Hochzeit feiern kann.
  4. Überforderung und Vergesslichkeit: Bei 1000 Verstecken kann es schon einmal sein, dass Verstecke nicht wiedergefunden werden. Dafür gibt es andere, aber eigentlich wollen Eichhörnchen im Winter nur eins. Schnell fressen, trinken, piepi und wieder ins Körbchen. Also je schneller das geht, desto besser für den kleinen Akrobaten. 


Eichhörnchen im Winter: Gut eingekuschelt, hungrig und müde

Wird es kalt, machen Eichhörnchen das, was sich viele Menschen in der kalten Jahreszeit wünschen. Sie kuscheln sich in ihren Kobel, schlafen viel und decken sich mit ihrem buschigen Schwanz zu. Da sie aber keinen Winterschlaf halten, sondern Winterruhe, sind die Aktivitäten der Eichhörnchen im Winter heruntergefahren.

 

Wenn sie also fressen und trinken sollte das schnell gehen, denn durch die hohen Temperaturen steigt der Energieverbrauch, denn sie müssen sich warmhalten. Der eigentliche Plan ist also, essen, trinken, piepi und wieder ins Kobel-Körbchen, denn im Gegensatz zu anderen Tieren können sie keine Fettschicht ansetzen Hochwertige Nahrung ist im Winter genauso lebenswichtig für sie wie sauberes Wasser.


Eichhörnchen im Winter

Es ist also zu verstehen, dass es Eichhörnchen eilig haben im Winter, weil sie sonst zu sehr auskühlen. In zwei Stunden sollte es ihnen gelungen sein, sich frisch versorgt, satt und zufrieden wieder im Kobel einzukuscheln.

 

Doch das ist nicht immer leicht, denn die protein- und fettreichen Nüsse sind besonders im Winter Mangelware. Damit das Eichhörnchen seine gesammelten wiederfindet, hilft ihm sein ausgezeichneter Geruchssinn, sein Ordnungssinn und sein phänomenales Gedächtnis. Wusstet Ihr, das Eichhörnchen Nüsse nach Nussarten im Herbst sortieren beim Verbuddeln?


Drei Dinge, die Du tun kannst, um Eichhörnchen im Winter  zu helfen

Die Suche nach Nahrungsquellen, wenn das Eichhörnchen seine verbuddelten Vorräte nicht erreichen kann, ist im Wald einfacher. Doch mittlerweile leben viele Eichhörnchen auch im Stadtgebiet. Hier ist es mangels Tannenzapfen, Pilzen und Nüssen allerdings weitaus schwerer, sich in dem kleinen Zeitfenster im Winter zu versorgen.

 

 

Die Eichhörnchen brauchen also unsere Unterstützung durch Zufütterung. Ein eigenes Futterhaus sorgt für Sicherheit und dass das Vogelfutter an seinem Ort bleibt. Möchtest Du Deinem Eichhörnchen Futter anbieten, ist das kein Problem, denn sie gewöhnen sich nicht an das menschliche Verwöhnprogramm.

  1. Eichhörnchen-Futter spenden: Im Winter kannst Du im Garten oder auf deinem Balkon eine Futterstation anbringen. Als Futter eignen sich besonders gut ganze Walnüsse und Haselnüsse mit Schale, ungeschälte Sonnenblumenkerne, Karottenstückchen, heimisches Obst wie Apfelstücke oder auch Rosinen.
  2. Einen sicheren Unterschlupf: Eichhörnchen lieben alte Bäume und wilde Hecken, wo sie Nistmaterial wie etwa Zweige, sowie Blätter und Moos für ihren Kobel finden. So ein  Eichhörnchennest zu bauen, ist sehr viel Arbeit, denn Eichhörnchen brauchen mehrere dieser Wohn- und Kinderstuben. Schenkst Du Deinem Lieblingseichhörnchen einen, wird es begeistert sein.
  3. Trinkbares Wasser bereitstellen: Wie im Sommer brauchen Eichhörnchen auch im Winter sauberes Wasser. Achte darauf, dass du die Schale regelmäßig mit frischem Wasser füllst, das nicht gefrieren kann (ein Grablicht darunter wirkt Wunder) und täglich säuberst.

 


Wie Du siehst, kannst Du einiges tun, um den Kleinen zu helfen und ihnen die Überwinterung zu erleichtern.

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