Eichhörnchen füttern leicht gemacht

Der Sommer kam in diesem Jahr zu früh und so werden ein Großteil der Nüsse, die in den kommenden Wochen von den Bäumen fallen, hohl sein. Das ist ein Problem für Wildtiere und für Eichhörnchen im Besonderen.

 

Denn sie brauchen die hochkalorische Nahrung dringend, um über schwere Zeiten zu kommen. Wer ihnen helfen will, stellt bei der momentanen Hitze Wasser hin kann ab Ende August bis Mitte März oder auch das ganze Jahr hindurch  Eichhörnchen füttern, um es den flinken kleinen Gesellen etwas leichter zu machen.

 

Dazu eignen sich gekaufte oder selbst gebastelte Futterhäuser, die wir getestet  haben. Allerdings kann es 2-4 Wochen dauern, bis die pfiffigen Eichhörnchen den "Bogen raus haben" und das Futterhaus nutzen. Eichhörnchen kommen oft in Gesellschaft und das ist auch der Grund, warum man bei den Futterhäusern für die niedlichen Wildtiere achtsam sein muss. Ist das Richtige gefunden, werden Mensch und Eichkatzerl glücklich sein. 

In Deutschland zählt das Eichhörnchen nach dem Bundesartenschutzverordnung zu den "besonders geschützten Arten" . Es darf weder gejagt, gefangen, getötet oder privat gehalten werden. 



Welche Nahrung ins Futterhaus?

Das Eichhörnchen oder auch Eichkätzchen, Eichkater, Katteker oder Eichkatzerl genannt, ist eigentlich ein Allesfresser, obwohl er nur im Notfall Vogelküken frisst. Mit den Vorbereitungen auf den Winter beginnen die Eichhörnchen im Herbst. Dann vergraben sie in der Nähe ca. 10.000 Nüsse für den Winter in verschiedenen Verstecken. Finden sie diese nicht wieder oder ist der Boden, wie in den letzten Wintern, viel zu gefroren, um die Vorräte auszugraben, muss am besten mit einem kleinen Futterhaus zugefüttert werden. Ist es so, dass die Nüsse der Bäume zu früh fallen und dann hohl sind, brauchen die Eichkater unsere Hilfe, um zu überleben.

 

Die Nüsse oder Kastanien, die im Winter verfüttern werden sollen, können im Herbst gesammelt werden oder auch gekauft werden. Eine kleine Auswahl bieten wir auch in unserem Shop an. 

 

Eichhörnchen mögen Nüsse, Beeren, Pilze, Obst, Saaten und Gemüse. Also Haselnüsse, Walnüsse,  getrocknete Maissamen, Sonnenblumenkerne, Esskastanien, Kürbiskerne, Rosinen, Weintrauben und heimische Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Karotten, Birnen oder grüne Gurken. Auch Melone fressen sie in einem heißen Sommer gern. Hinzu kommen Samen von Tannenzapfen, Blütenknospen oder Insekten oder Zucchini. Eine Auswahl an hochwertigem Futter finden Sie hier!

 

Nicht füttern darf man: 
Mandeln:  wegen der enthaltenen schädlichen Blausäure

Erdnüsse: Sie zählen zu den Hülsenfrüchten (sind keine Nüsse) und können aus diesem Grund tödlich für Eichhörnchen sein.

 

Auf exotische Nüsse oder Früchte sollte man verzichten, Sie sind durch den langen Transportweg häufig von Schimmel oder anderen Pilzen befallen. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die kleinen Nager nicht nur Weichfutter bekommen, sondern auch etwas mit Schale. Denn die Nagezähne wachsen ständig nach und müssen ordentlich "abgeschliffen" werden. 

 

 

Photo by Joakim Honkasalo on Unsplash
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Wie leben Eichhörnchen?

Photo by Joakim Honkasalo on Unsplash

Während die flinken Hörnchen im Frühling und Sommer sehr agil sind, ändert sich ihre Lebensweise im Herbst und im Winter. Bereits im frühen Herbst beginnen sie, Vorräte für den Winter anzulegen. 

 

Im Gegensatz zu anderen Tieren halten die Eichkater oder Baumfüchse nur eine Winterruhe in ihrem Eichhörnchenkobel. Das heißt, sie brauchen auch im Winter alle 2-3 Tage Nahrung, um zu überleben. Dazu legt sich das Eichhörnchen Vorräte an ca. 1000 verschiedenen Stellen an und verbuddelt sie bis zu 60 cm tief in der Erde. Normalerweise weiß es instinktiv, wie viel Nahrung es über den Winter braucht, aber sollte der länger und kälter werden als erwartet oder ein Teil der Vorräte nicht wiedergefunden werden, wird es für den niedlichen Gesellen lebensbedrohlich. 

 

Leider ist es nach wie vor so, dass die Sterblichkeitsrate der Eichhörnchen im Winter aufgrund fehlender Nahrung am höchsten ist. Die kleinen Eichhasen in der Stadt trifft es noch härter als die auf dem Land. Umso wichtiger ist hier die Hilfe des Menschen.

Möchten Sie Futter  oder ein Futterhaus  bereitstellen, sollte das in der Nähe von Bäumen, Büschen und Sträuchern sein, da hier Eichhörnchen naturgemäß ihr Futter verteilen.  In dieser Umgebung wird es also auf Nahrungssuche gehen und durch seinen hervorragenden Geruchssinn hier auch "gesponsertes" Futter finden. In der Regel wird das Eichhörnchen sich an die neue Futterquelle erinnern und dankbar immer wiederkehren, wenn es Nahrung braucht. 

 

Bitte entfernen Sie das Eichhörnchenfutter nicht, wenn es auch nachTagen noch dort liegt und nicht gefressen wurde. Abhängig von den Wetterverhältnissen kann es sein, dass die Eichhörnchen ihr Winterquartier manchmal tagelang nicht verlassen. Umso größer ist die Freude, dann schnell Nahrung zu finden. Ein Futterhaus für Eichhörnchen ist hierfür die beste Lösung. Einige haben wir für Sie getestet. 



Warum ein Futterhaus für Eichhörnchen?

Es gibt verschiedene Gründe, die das Füttern der Eichhörnchen über das ganze Jahr rechtfertigen:

  • Um ausreichend Fressen zu finden, sind Eichhörnchen auf verschiedene Baumarten unterschiedlichen Alters angewiesen. Da die Mischwälder schrumpfen, ziehen die flinken Gesellen in die Stadt, aber dort gibt es meist nur junge Bäume. Das schränkt ihre Nahrungsauswahl ein. Hinzu kommt, dass Eichhörnchen bei starkem Frost wie in den letzten Jahren nicht mehr an ihre angelegten Vorräte herankommen oder sie in Grünanlagen oder Gärten beim Aufräumen beseitigt worden sind. 
  • Das wird umso problematischer, wenn der Winter lang ist. Eichhörnchen halten in ihrem Eichhörnchenkobel, ihrer Kuschelhöhle, ja nur Winterruhe und brauchen regelmäßig Nahrung. Dazu kommt, dass Eichhörnchen bereits im Januar ihre Jungen tragen und die trächtigen und später säugenden Tiere haben im Winter dann einen  besonders hohen Energiebedarf. Die ersten kleinen Eichhörnchen werden bereits im Februar geboren und suchen schon im März oder April eigenständig nach Nahrung. Zu dieser Jahreszeit ist das noch ein sehr mühsames Unterfangen, weshalb die Sterberate der Eichhörnchen in den Wintermonaten so sehr hoch ist. Nur 1 aus einem Wurf von 4 Eichhörnchen übersteht die ersten zwei Lebensjahre. 

Wo bringt man das Futterhaus an?

Das Futterhaus des Eichhörnchen sollte wie auch das Wasser nicht am Boden angeboten werden. Der Weg der Futterstelle sollte in direkter Nähe zu einem Baum sein, denn die Hörnchen sollten sich mit ihrer kleinen Beute aus dem Futterhaus ohne weite Wege auf ein höher gelegenes Plätzchen begeben können. Das Risiko, dass ihnen durch jagende Katzen oder Marder etwas passiert, ist sonst zu hoch.

 

Ideal ist es, das Futterhaus mit einem kleinen Futterplatz erhöht in einem Baum anzubringen. Vielleicht in unmittelbarer Nähe zu einer gemütlichen Astgabel oder direkt am Baumstamm. Gleiches wäre natürlich auch für das Wasser großartig.  Futterhäuser mit einem großzügigen Futterplatz finden Sie hier.  Die Ergebnisse unseres Futterhaus-Tests haben wir hier für Sie aufbereitet.