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Von Eichhörnchen lernen: Nachhaltiges Gärtnern im Herbst

 

Während alle anderen Gärtner zurzeit schon ihre Lauben winterfest machen, geht das Gärtnern bei den Eichhörnchen erst richtig los. Sie gärtnern nicht bewusst, aber ihr geschäftiges Verbuddeln der Nüsse und Samen führt zu frischem Grün und neuen Bäumen im Frühling.


Gärtnern und nebenbei die Eichhörnchen-Speisekammer füllen

Was  machen Eichhörnchen im Herbst

Buddeln müssen die Eichhörnchen , denn der Herbst ist eine wichtige Jahreszeit für sie, da sie keinen Winterschlaf machen. Einmal Winterspeck anfuttern und so über die kalte Jahreszeit kommen, das funktioniert leider bei den Eichhörnchen nicht.

 

Eingekuschelt in ihre Kobel (mehrere) schlafen sie auch im Winter nur 2-3 Tage und müssen dann wieder essen und trinken. Ist der Boden nicht vereist, stärken sie sich an den im Herbst mühsam verbuddelten Vorräten aus Nüssen, Samen, Bucheckern und Eicheln.

 

Manchmal sammeln sie so viele davon, dass sie den Überblick verlieren. Doch das wundert nicht, denn sie haben teilweise bis zu 1.000 Verstecke. Die merkt sich niemand und das ist auch gut so.

 

Nachhaltiges Gärtnern von Eichhörnchen lernen

 

Denn aus den vergessenen Schätzen wachsen neue Bäume, die nicht nur die Menschen erfreuen, sondern auch die Eichhörnchen dringend brauchen. Denn ihre bevorzugte Nahrung braucht lange, um Früchte zu tragen. Das kann je nach Baumart wie zum Beispiel beim Walnussbaum 10 bis 20 Jahre oder bei einer Eiche 40 bis 50 Jahre dauern. Das Eichhörnchen ist also ein nachhaltiger Gärtner, der auch kommenden Generationen Gutes tut.



Eichhörnchen füttern im Herbst und Winter

Doch mit der Zeit haben es die Eichhörnchen immer schwerer, nach trockenen Sommern ihre Lieblingsnahrung zu finden. Nüsse wachsen bei Hitze hohl und auch alle anderen Baumarten werfen schon im Sommer ihre Früchte ab. Das ist schlecht für die kleinen Akrobaten der Wälder, denn dann droht im Winter eine Hungersnot.

Die zunehmende Unterversorgung macht sich in den letzten Jahren auch immer deutlicher bemerkbar und so schöner ist es, wenn Futter, Wasser oder Futterhäuser und Kobel vom Menschen bereitgestellt werden.

 

Beim Eichhörnchen füttern muss nicht viel beachtet werden. Sie dürfen keine Mandeln (Blausäure) und Erdnüsse (Pilze) bekommen und fressen am liebsten Walnüsse, aber auch Äpfel oder Mohrrüben. Wer unsicher ist, kann fertiges Eichhörnchen Futter kaufen* oder unbehandelte Nüsse*.

 

Wenn Wasser bereitsteht, dass mithilfe einer Grabkerze nicht einfrieren kann, ist den kleinen Schläfern im Winter ebenfalls geholfen. Schön ist, wenn Wassertonnen so gesichert sind, dass weder Eichhörnchen noch Vögel dort ihr Leben verlieren.

 

Worauf man achten muss, wenn man Eichhörnchen ein Futterhaus zur Verfügung stellen möchte oder einen gemütlichen Kobel, kann man hier ausführlich nachlesen. Wichtig ist, dass sie mehrere Ausgänge haben, damit die Eichhörnchen fliehen können, wenn Marder oder Katzen sie bedrohen. Wegen der schnellen Schimmelbildung sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass sie gut zu säubern sind. Etwas Backpapier als Unterlage macht die Sache einfach und stört die wuscheligen Gesellen nicht.

 

Stattdessen hilft die Unterstützung der Menschen ihnen, gut über den Winter zu kommen. Mit ihrer unbändigen Lebensfreude und der ungefährlichen Zutraulichkeit, denn sie können keine Tollwut übertragen, geben sie immer etwas zurück.

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